Geld wirkt immer im Leben anderer Menschen, auch wenn man sie nie trifft. firockx-Moderatorin Angela Barzen spricht darüber mit zwei Gästen, deren Welten auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben. Charlie arbeitet seit über 30 Jahren im High End Investmentgeschäft. Alexander Rudolf ist Diakon der katholischen Kirche und begleitet u.a. als Seelsorger Menschen im Gefängnis.
Die beiden ringen um die Frage, ob Geldanlage jemals moralisch neutral sein kann und wie viel ein Kleinanleger tatsächlich darüber mitbestimmt, was mit seinem Geld geschieht. Es geht um grüne Etiketten auf Finanzprodukten und um Investitionen in Rüstung. Dazu kommt die Frage, warum am Ende oft ein Einzelner vor Gericht steht, obwohl viele andere mitentschieden haben.
Es geht auch darum, was jemand, der im Investment-Geschäft viel verdient, der Gesellschaft über seine Steuern hinaus schuldet. Alexander Rudolf bringt die katholische Soziallehre und die Idee der Hilfe zur Selbsthilfe ein. Charlie erzählt von Anlegern, die einen Teil ihres Gewinns für soziale Projekte abgeben. Auch das Begriffspaar Schuld und Schulden kommt zur Sprache, vom Jubeljahr im Alten Testament bis zur heutigen Privatinsolvenz. Am Ende landet das Gespräch beim Vertrauen, ohne das weder Geldanlage noch Kirche funktioniert.
Die Aussagen im Gespräch sind persönliche Einschätzungen der Gesprächspartner. Diese Folge ist keine Anlageberatung.
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